Versionsabhängige Patch-Schritte

Um auf die gewünschte Version zu aktualisieren, müssen Sie aus der folgenden Liste alle zutreffenden Patch-Schritte ausführen, deren Patch-Level höher als das aktuelle Patch-Level und niedriger oder gleich der Zielversion ist.

Möchten Sie z. B. auf die Zielversion 9.0.18 aktualisieren und ihre aktuelle Version ist 9.0.3, müssen Sie alle Schritte von der Patch-Version 9.0.4 bis einschließlich zur Patch-Version 9.0.18 ausführen.

Falls ein Patch-Schritt mehrfach auftaucht, müssen Sie diesen nur einmalig ausführen (z.B. Tomcat-Updates).

Aufbau der Liste

  • Patch Version

    Patch-Version, der eine manuelle Aktion zum Patchen benötigt. Patchen ist notwendig, wenn Sie von einer niedrigeren Version zur angegebenen oder einer höheren Version patchen.

  • Voraussetzungen

    Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit Sie den Patch-Schritt manuell ausführen müssen.

  • Aktion/So gehen Sie vor

    Aktion(en), die ausgeführt werden muss/müssen.

9.0.0

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.1

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.2

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.3

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.4

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.5

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.6

Es sind nur Standard Patch-Schritte erforderlich.

9.0.7

Neue Leaky-Bucket Einstellungen

Verwendung

Die in der Process Engine eingestellte Fehlertoleranz bestimmt, wie schnell die Process Engine sich bei Datenbankverbindungsproblemen herunterfährt.

Die bisherigen Einstellungen führten zu einem Herunterfahren schon bei wenigen Verbindungsabbrüchen. Daher wurden die Default-Einstellungen nun überarbeitet und so gestaltet, dass mehr Verbindungsabbrüche toleriert werden.

So gehen Sie vor

Kopieren Sie die Einstellung aus der vom Patch-Installer erstellten Datei ibis.xml_patch in ihre ibis.xml.

Neue Werte

<Property name="DBErrorHandlerBucketSize" type="Integer">10000</Property>
<Property name="DBErrorHandlerReductionSize" type="Integer">100</Property>
<Property name="DBErrorHandlerLeakInterval" type="TimePeriod">10</Property>

Alte Werte

<Property name="DBErrorHandlerBucketSize" type="Integer">25</Property>
<Property name="DBErrorHandlerReductionSize" type="Integer">4</Property>
<Property name="DBErrorHandlerLeakInterval" type="TimePeriod">3600</Property>

Betrifft:

  • Application - Process Engine

Datenbank-Deadlocks vermeiden

Dieser Patch-Schritt ist optional. Wir empfehlen jedoch dringend, ihn durchzuführen, bevor Sie die Process Engine starten.

Voraussetzungen

Für die regelmäßige Datenbankbereinigung wurde mit INUBIT-22257 eine Batch-Verarbeitung eingeführt. Die Größe des Batches lässt sich konfigurieren, indem die entsprechende Einstellung in die aktuell verwendete Datei logsDBConfig.xml eingefügt wird.

Gehen Sie wie folgt vor

  1. Stoppen Sie die Process Engine (falls noch nicht geschehen).

  2. Öffnen Sie die Datei <inubit-installdir>/inubit/server/ibis_root/conf/logsDBConfig.xml (ggf. logsDBConfig.xml.bak).

  3. Fügen Sie den folgenden Abschnitt innerhalb des Elements <dataEntriesLimit> ein:

    <dataEntriesLimit>
            ...
    <!-- Chunk-Größe für die Batch-Löschung, um Sperrkonflikte (Lock Contention) bei großen
            DELETE-Operationen zu vermeiden.
            Die Zeilen werden in Teilmengen (Chunks) gelöscht, wobei Zwischen-Commits erfolgen, um
            Sperren freizugeben und gleichzeitige INSERT-Operationen zu ermöglichen.
            Standardwert: 5000 Zeilen pro Chunk
            Tuning: Erhöhen Sie den Wert bei großen Tabellen mit seltenen Löschvorgängen; verringern
            Sie ihn, falls Sperrkonflikte weiterhin auftreten.
            -->
            <batchDeleteChunkSize>5000</batchDeleteChunkSize>
    </dataEntriesLimit>
  4. Speichern Sie die Änderungen als Datei logsDBConfig.xml.

  5. Starten Sie die Process Engine.

Betrifft:

  • Application - Process Engine

Neue Funktion von Keycloak nutzen

Dieser Patch-Schritt ist optional.

Voraussetzungen

Keycloak wurde auf Version 26.6.1 aktualisiert.

Vorgehensweise

  1. Öffnen Sie die Datei <inubit-installdir>/inubit/server/ibis_root/conf/keycloak_template.json.

  2. Fügen Sie den folgenden Abschnitt innerhalb des Elements "documentation": zwischen admin-group-priority und client-ids ein:

    "group-description": "If added, fetches the Keycloak group descriptions alongside the group names. If not added, group descriptions are ignored.",
  3. Speichern Sie die Änderungen als Datei keycloak_template.json.

Betrifft:

Virtimo Cluster Manager Update

Mit dieser INUBIT Version wird der Cluster Manager aktualisiert mit der in den Changelogs beschriebenen Verhaltensänderung.

Voraussetzungen

Sie setzen den Virtimo Cluster Manager. Die Patch-Installation wurde noch nicht durchgeführt.

Aktion vor Ausführung des Patch-Installers

  1. Öffnen Sie auf allen Cluster-Knoten deren Konfiguration unter <SUITE-INSTALL-DIR>/inubit/server/ibis_root/conf/clustermanager/virtimo_cluster_config.xml.

  2. Stellen Sie sicher, dass es nur 1 Knoten mit dem höchsten Wert für die Priorität gibt:

    <properties>
      ...
      <priority>...</priority>
      ...
    </properties>
  3. Speichern Sie die Änderungen

  4. Aktualisieren Sie den Knoten mit der höchsten Prio zuerst

  5. Fahren Sie diesen Knoten hoch, so dass er dem Cluster wieder beitritt

  6. Aktualisieren Sie nun die restlichen Clusterknoten (einem nach dem anderen)

  7. Anschließend können Sie die vorherige Priotätskonfiguration wieder herstellen

Betrifft:

9.0.8

Benutzerdefinierte Änderungen in der web.xml übernehmen

Dieser Schritt des Patch-Vorgangs ist erforderlich, wenn an der Datei web.xml benutzerdefinierte Änderungen vorgenommen wurden.

Voraussetzungen

  1. Die Patch-Installation wurde erfolgreich durchgeführt.

Gehen Sie wie folgt vor

  1. Stoppen Sie die Process Engine.

  2. Suchen Sie die Dateien web.xml und web_<timestamp>.xml.bak im Verzeichnis <inubit-installdir>/inubit/server/process_engine/webapps/ibis/WEB-INF.

  3. Vergleichen Sie die Sicherungsdatei web_<timestamp>.xml.bak mit der neu erstellten web.xml, um benutzerdefinierte Änderungen zu identifizieren, die in der vorherigen Version enthalten waren.

  4. Übertragen Sie die erforderlichen Änderungen manuell aus der Datei web_<timestamp>.xml.bak in die neue web.xml.

  5. Speichern Sie die Änderungen in der web.xml Datei.

→ Die Process Engine kann nun wieder gestartet werden.

Betrifft:

9.0.9

Wiederherstellen der maximalen Anzahl an Request-Parametern

Dieser Patch-Schritt ist erforderlich, wenn die Anwendung Unterstützung für mehr als 1.000 Request-Parameter benötigt.

Voraussetzungen

In Tomcat 11.0.x wurde der Standardwert für maxParameterCount von 10.000 auf 1.000 reduziert. Wenn die Anwendung oder bestehende Integrationen auf dem früheren Limit von 10.000 Parametern basieren, muss dieser Wert explizit konfiguriert werden.

Vorgehensweise

  1. Öffnen Sie die Datei <inubit-installdir>/inubit/server/process_engine/conf/server.xml.

  2. Suchen Sie die Konfiguration des HTTPS-<Connector>.

  3. Fügen Sie dem <Connector>-Element das folgende Attribut hinzu:

    maxParameterCount="10000"
  4. Der resultierende HTTPS-Connector sollte in etwa wie folgt aussehen:

    <Connector
        port="8000" protocol="HTTP/1.1" URIEncoding="UTF-8"
        connectionTimeout="20000"
        maxThreads="100"
        enableLookups="false" redirectPort="8443"
        acceptCount="100"
        compression="on"
        compressionMinSize="2048"
        compressibleMimeType="text/html,text/xml,text/javascript"
        maxParameterCount="10000"
        server=" "
    />
  5. Speichern Sie die Änderungen an der Datei server.xml.

Konfiguration

Das Attribut maxParameterCount legt die maximale Anzahl an Request-Parametern fest, die Tomcat für eine Anfrage analysiert (parst).

Durch die Einstellung auf 10000 wird das frühere Limit wiederhergestellt und die Kompatibilität mit Konfigurationen gewahrt, die auf dem bisherigen Tomcat-Standardwert basierten.

Aktualisieren des SSL-Connector-Protokolls

Dieser Patch-Schritt ist beim Upgrade auf Tomcat 11 erforderlich.

Voraussetzungen

Tomcat 11 unterstützt den Connector Http11Nio2Protocol nicht mehr. Der Connector muss daher auf das unterstützte Http11NioProtocol umgestellt werden.

Vorgehensweise

  1. Öffnen Sie die Datei <inubit-installdir>/inubit/server/process_engine/conf/server.xml.

  2. Suchen Sie die HTTPS-<Connector>-Konfiguration, die Http11Nio2Protocol verwendet.

  3. Ersetzen Sie:

    protocol="org.apache.coyote.http11.Http11Nio2Protocol"

    durch:

    protocol="org.apache.coyote.http11.Http11NioProtocol"
  4. Der resultierende HTTPS-Connector sollte wie folgt aussehen:

    <Connector port="8443" protocol="org.apache.coyote.http11.Http11NioProtocol"
            maxThreads="150" SSLEnabled="true">
        <UpgradeProtocol className="org.apache.coyote.http2.Http2Protocol" />
        <SSLHostConfig>
        <Certificate certificateKeystoreFile="conf/localhost-rsa.jks"
            certificateKeystorePassword="changeit" type="RSA" />
        </SSLHostConfig>
    </Connector>
  5. Speichern Sie die Änderungen an der Datei server.xml.

  6. Starten Sie die inubit Process Engine neu.

Konfiguration

Die Protokolländerung ist erforderlich, da Http11Nio2Protocol in Tomcat 11 nicht mehr verfügbar ist.

Durch diese Änderung wird der HTTP-Connector von der asynchronen Java-NIO.2-I/O auf den Java-NIO-basierten HTTP/1.1-Connector umgestellt.

Die Änderung erfordert keine Anpassungen an Servlet- oder REST-APIs auf Anwendungsebene. HTTPS bleibt über SSLEnabled="true" aktiviert, und die bestehende SSL-Zertifikatskonfiguration bleibt unverändert.

Die HTTP/2-Konfiguration unter Verwendung von Http2Protocol kann unverändert bleiben.

Betrifft: